DiDah Dialog in Dahlhausen
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Lebensgeschichten
Bärbel Paulus, 73
Eine ganz schön starke Frau

Frau Paulus hat viele, viele Geschichten aus ihrem sehr bewegten Leben zu erzählen. Sie könnte mehrere Bücher schreiben, um all die Erfahrungen festzuhalten, die sie im Laufe ihres Lebens gemacht hat. Sie hat auch viel Glück gehabt und ist Menschen begegnet, die ihr Kraft gegeben haben auf ihrem Weg.
Barbara Weighardt-Berndt machte es Spaß ihr zuzuhören.
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Monika Hüsken in ihrem Schrebergarten in Bochum-Linden
Monika Hüsken in ihrem Schrebergarten in Bochum-Linden
Monika Hüsken, 65
„Mein Motto: jede Chance nutzen“
Geboren wurde Monika Hüsken 1942, also in einer Zeit, als der 2. Weltkrieg auf dem Höhepunkt war. Flucht, Vertreibung und Umherziehen bestimmten ihre ersten drei, vier Lebensjahre, bis ihre Familie dann 1946 eine Wohnung auf einem großen Gutshof am Möhnesee fand. Von da an verbrachte sie eine wunderschöne Kindheit, in der sie auch Freunde hatte, von denen sie Vieles lernen konnte. Ihre Erfahrung: „Je mehr man lernt, desto besser kommt man durchs Leben.“
Wolfgang Grubert hat zugehört.
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Mustafa Pehlivan auf dem Balkon seines Hauses in Bochum-Linden
Mustafa Pehlivan auf dem Balkon seines Hauses in Bochum-Linden
Mustafa Pehlivan, 67
Wer will, findet Arbeit überall!
Mustafa Pehlivan ist 1940 in Çalköyü im Kreis Akçaabat, einem Vorort von Trabzon, geboren. In diesem Dorf arbeitete jeder beim Bau, es war eine Tradition. Schon als Kind war er Hilfsarbeiter beim Bau einer Bahnstrecke, später, ab 1964, war er vier Jahre selbstständiger Bauunternehmer. Er wollte Land kaufen und Häuser bauen. Die besseren Verdienstmöglichkeiten sah er in Deutschland, und Mustafa Pehlivan arbeitete bei Dr. C. Otto in Dahlhausen. Heute besitzt er zwei Häuser in seinem Heimatdorf, ein 10-Familien-Haus in Istanbul und ein Haus in Bochum-Linden, in dem er lebt. Doch, so hat er DiDah-Redakteurin Hafize Cakar verraten, will er bei der ersten Gelegenheit das Haus in Linden verkaufen, „denn ich möchte in die Türkei zurückkehren“.
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Hannelore Sauerbrunn mit ihrem Mann Heinz
Hannelore Sauerbrunn mit ihrem Mann Heinz
Hannelore Sauerbrunn (63)
Mein Wunsch: ein Zuhause haben -
mein Ziel: ein Zuhause schaffen


Ein Jahr vor Kriegsende auf einem Bauernhof in Baden–Württemberg geboren, erlebte Hannelore Sauerbrunn als Kind Evakuierung, Lageraufenthalt und Zwangsunterbringung. Trotz vieler Entbehrungen und Vaterverlust fühlte sie sich immer in ihrer Familie aufgehoben. „Ich hatte eine glückliche Kindheit, denn meine Mutter verstand es, aus allem das Beste zu machen“, sagt sie heute. „Von meiner Mutter habe ich gelernt, wie wichtig es ist ein Zuhause zu schaffen und zu haben, Geborgenheit zu geben und zu erfahren.“ Hannelore Sauerbrunn hat ihre Lebensgeschichte Barbara Weighardt-Berndt erzählt.
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Ali Karamızrak, Rentner
"Bei uns war jeder willkommen!"

Er kommt aus Isparta, einer Stadt, die im Süden der Türkei nördlich des Mittelmeers in einem Seengebiet liegt. Die Region ist berühmt für die Rosenzucht. Hier arbeitete er als Bauer und Rosenzüchter auf dem kleinen Hof seiner Eltern. Da der Hof nicht mehr genug abwarf, kam er im März 1971 nach Deutschland. Der DiDah-Redakteurin Hafize Cakar erzählt Ali Karamızrak über seine Zeit in der Türkei, seine Auswanderung, seine Arbeit in Deutschland und über seine Familie. Und er sagt, was er seinen Kindern für ein Leben in Deutschland mit auf den Weg gegeben hat.
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Rezzan Durmaz (60)
Mit viel Mut in die neue Heimat

Als jüngstes Kind und als einziges Mädchen hatte sie eine schöne Kindheit erlebt. Dann trennten sich ihre Eltern und sie musste das Gymnasium abbrechen, um mit verdienen zu können. Nach der frühen Heirat wohnte sie bei ihrer Schwägerin, die sie ständig kontrollierte. Rezzan Durmaz wanderte aus nach Deutschland, allein, kehrte wieder zurück, weil sie schwanger war und nicht länger am Band stehen konnte. Doch ihren Willen zu emigrieren, um ein Einkommen zu haben, mit dem sie ihren beiden Kindern möglichst viele Chancen bieten konnte, hatte sie nicht aufgegeben. Hafize Cakar bewundert den Mut von Rezzan Durmaz.
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