DiDah Dialog in Dahlhausen
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Begeisternde Hauptschüler im Schauspielhaus
Von Edda Heene. Bereits zum zweiten Mal fand das Projekt „Hauptschule in Bewegung“ statt, eine Zusammenarbeit zwischen dem Jungen Schauspielhaus Bochum und vier Bochumer Hauptschulen, unter ihnen die Heinrich-Kämpchen-Schule aus Dahlhausen.
Aufgeführt wurde das Jugendstück „Sparkleshark“ von Philipp Ripley. 54 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren engagierten sich mit Feuereifer in den fünf Arbeitsgruppen „Schauspiel“, „Tanz“, „Musik“, „Video“ und „Bühnenbild“. Lohn der anstrengenden und strapaziösen Arbeit: eine mitreißende Vorstellung der jungen Künstler, denen die Zuschauer mit stehendem und nicht enden wollenden Beifall dankten. Unter den Bejubelten: Yasemin Erkus und Kimi Macke von der Jugendgruppe des Stadtteilzentrums der IFAK.

Es geht um Gewalt und Fantasie, um Liebe und Freundschaft gegen Hass und Ignoranz, um Angst und Mut. Diese Gefühlswelt wurde von den jungen Hauptschülern mit viel Engagement, Freude und Professionalität auf die Bühne gebracht.

Jake sitzt auf dem Dach eines Hochhauses und schreibt fantasievolle Geschichten. Dort muss er sich vor einer Jugendgang verstecken. Polly entdeckt ihn hier, freundet sich mit ihm an. Aber Russel, Gangchef und Turbotraumboy der Mädchen, und seine Leute entdecken ihn und lassen ihn kopfüber vom Dach hängen. Es wird gefährlich. Polly und ihren Freundinnen gelingt es, die anderen auf ein Fantasiemärchen, das Jake dann erzählt, neugierig zu machen. Jeder Jugendliche erhält eine Märchenrolle und es entwickelt sich ein fantasievolles Spiel um eine Prinzessin, einen König, einen Prinzen, um Hexen und Drachen.
Die Großstadtjugendlichen finden sich wieder in einer Parallelwelt, mit der sie sich auseinandersetzen, in der sie Gewalt immer mehr in Frage stellen, ihr Verhalten kritisieren und neue Muster erfinden auf der Suche nach dem Glück in einem freundschaftlichen Miteinander. Weg von der selbstverständlichen Misshandlung, hin zur gemeinschaftlichen humanen Handlung, weg von der Hoffnungslosigkeit, hin zur Hoffnung.

Die Schauspielgruppe der Schüler leiteten Martina van Boxen und Sandra Anklam, unter der Federführung von Sabrina Klammer studierten die Jugendlichen die Tänze ein, Roderik Vanderstraeten war zuständig für Musik/Gesang, zusammen mit den Schülern entwarf und baute Tobias Schunck das Bühnenbild und die Animation/dieVideos erstellte Michael Habelitz mit seiner Gruppe. Alles, Texte, Aktionen, Lieder, Videos, Bühnenbild u. v. m., wurde von den Gruppen für dieses Stück erarbeitet bzw. neu geschaffen. Die Jugendlichen haben immer wieder ohne Rücksicht auf ihre Freizeit geprobt.

Das Ergebnis ist beeindruckend, ein Geheimtipp, viel beachtet von Presse, Rundfunk und vielen Medien. Nicht nur das. Den Jugendlichen werden die gemeinsame Arbeit, das Entstehen eines tollen Produktes durch eigenes Können und die Förderung sozialer Fähigkeiten „ein Leben lang in Erinnerung bleiben und helfen“ (O-Ton einer Schülerin bei der letzten Vorstellung).

Ein Glückwunsch an die daran beteiligten Leute von den Hauptschulen und natürlich auch das Junge Schauspielhaus mit seinen hoch engagierten Mitarbeitern.

Zu den Galeriebildern

Interview mit Yasemin und Kimi

s. a. www.heinrich-kaempchen-schule.de



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