| | Dahlhausen – keine Bahnreise wert |
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(wog) Wenn es stimmt, dass der erste Eindruck entscheidend ist, sieht es für Dahlhausen schlecht aus. Zumindest was die Besucher betrifft, die mit der S-Bahn anreisen. Denn sie stehen bei Ankunft sogleich vor einem Schandfleck des Stadtteils: der Bahnhofsunterführung.
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Am drastischen drückte es ein 93-jähriger Mann aus: „Die Bahnhofsunterführung ist Oberscheiße, eine Beleidigung für Augen und Nase.“ Und die Bahnsteigtreppen, in dem Alter? „Auch Scheiße“, antwortete er, „aber ich habe eine Trimm-dich-Tour für meine alten Knochen daraus gemacht. 26 Stufen, ich habe sie gezählt.“
Nicht ganz so sportlich können es andere nehmen, zum Beispiel Gehbehinderte und Eltern oder Großeltern mit Kinderwagen. „Eine Zumutung“, schimpft eine Großmutter, die den Kinderwagen raufgeschleppt hat. „Wann werden wir von der Deutschen Bahn endlich mal neben den Treppen auch solche Zugänge zu den Bahnsteigen bekommen, auf denen wir den Kinderwagen schieben können und nicht tragen müssen?“
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Treppensteigen mit Kinderwagen - die herkömmliche Methode
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Wann will die Bahn den Bahnhof endlich sanieren und erneuern, das fragen sich viele Dahlhauser. Die Farbe an den Wänden ist hingeschmiert, außerdem ist sie hässlich und zu dunkel, die Beleuchtung reicht nicht aus, überall kommt der Putz von den Wänden und der Decke, der Tunnel ist verdreckt und es riecht wie auf dem Männerklo. „Alle reden von 2010, wenn Essen, stellvertretend für das Ruhrgebiet, Weltkulturhauptstadt wird“, sagt eine Dahlhauserin. „Besuchern aus aller Welt sollen dann die schönen Seiten des Reviers gezeigt werden. Dahlhausen gehört dazu, mit den Ruhrauen, dem Eisenbahnmuseum und dem Museumszug, der neuen Siedlung an der Dr.-C.-Otto-Straße … Aber dieser Bahnhof! In seinem jetzigen Zustand ist er nicht einladend für den Stadtteil, sondern einfach nur abstoßend. Man kann nur hoffen, dass er bis dahin saniert und renoviert ist.“ | |
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Treppensteigen mit Kinderwagen - die von Muckibuden empfohlene Methode
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Dass sich diese Hoffnung erfüllt, daran mag in Dahlhausen so richtig kaum noch jemand glauben. Schon lange ist die Unterführung den Bürgern ein Dorn im Auge, doch auf Beschwerden und Verbesserungsvorschlägen der Bürger hat die Deutsche Bahn noch nicht einmal reagiert. So wollte Paul Backwinkel, der Leiter des JAWOs, des Jugendzentrums der AWO, den Tunnel schon vor vielen Jahren von jugendlichen Graffiti-Künstlern nach von ihnen ausgearbeiteten Gestaltungskonzepten verschönern lassen. Dazu wäre es notwendig gewesen, das von Feuchtigkeit durchdrungene Mauerwerk grundlegend zu sanieren. Trotz mehrerer Anfragen – schriftlicher wie telefonischer - hat Paul Backwinkel auf seinen Vorschlag nie eine Antwort von der Deutschen Bahn erhalten. Irgendwann hat er schließlich aufgegeben. „Mit der Deutschen Bahn in Verhandlung zu treten“, sagt er, „ist ein fast unmögliches Unterfangen. Ich habe noch nicht einmal erfahren, welche Stelle in welcher Stadt für den Bahnhof Dahlhausen zuständig ist.“ Kundenfreundlichkeit? Da versteht die Deutsche Bahn offenbar nur Bahnhof. |
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