DiDah Dialog in Dahlhausen
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Plakat einer Kunstaktion zugunsten von Amnesty International
Als 1980 von Amnesty International innerhalb einer großen Spendensammlung im Ruhrgebiet eine Kunstaktion initiiert wurde, übernahm Isa Wolf, seit 1976 Mitglied bei Amnesty, völlig neue Aufgaben. Sie hatte Angst, überfordert zu sein. Doch sie hatte sich und ihre Fähigkeiten unterschätzt. „Das Plakat erinnert mich immer daran, dass man mit einem starken Willen sehr viel erreichen kann“,
sagt sie.

Als wir die Idee mit der Kunstaktion hatten, ahnten wir nicht, auf was wir uns einließen. Das änderte sich sofort, als wir das Museum Folkwang ins Boot holen konnten. Der Kustos (Ausstellungsleiter) war von der Idee völlig begeistert und stellte uns die großen Ausstellungsräume zur Verfügung. Natürlich fanden wir das Klasse, aber die Räume mussten auch gefüllt werden. Neben anderen bekannten Künstlern hatte sich auch Gerhard Richter bereit erklärt ein Gemälde beizusteuern, wodurch die Kunstaktion hohe Ansprüche erfüllen musste, denn Gerhard Richter war schon damals einer der international renommiertesten Künstler.
Die Aktion bekam dadurch eine so enorme Dimension, dass mir angst und bange wurde. Wir mussten jede Menge PR-Arbeit machen, d. h. Presse, Radio, Fernsehen einbeziehen. In solchen Angelegenheiten war ich völlig unerfahren. Die Kunstwerke mussten verpackt und der sichere Transport gewährleistet werden. Undenkbar, eines der Werke könnte beschädigt werden! Außerdem brauchte man Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Künstlern. Deswegen hatte ich jedes Mal die Biographien der Künstler studiert und mir darüber Themen und Anknüpfungspunkte überlegt, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Meine Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet. Die Aktion lief ganz hervorragend und wurde ein großer Erfolg. Für Amnesty International konnten wir 25.000 DM sammeln.


Was ich daraus gelernt habe: Wenn man sich etwas vornimmt und dabei bleibt, kann man viel mehr erreichen, als man sich zu Anfang zutraut.



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