| | Nadja (15) und Kristina (14), Realschülerinnen |
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 Zunächst am wichtigsten: der Schulabschluss
Die beiden Freundinnen Nadja und Kristina, Schülerinnen der Klasse 9a der Hugo-Schultz-Schule, waren neugierig auf Didah. Ablichten lassen wollten sie sich zwar noch nicht in der neuen Stadtteilzeitung, aber sie hatten den Mut, als erste Jugendliche in DiDah zu erzählen, was für sie im Leben wichtig ist, welche berufliche Ausbildung sie nach dem Realschulabschluss einschlagen wollen und wer und was ihren Berufswunsch beeinflusst hat. Didah-Redakteur Wolfgang Grubert hat ihnen zugehört.
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Kristina:
Mein Berufswunsch? Ich würde gerne Krankenschwester werden. Am liebsten möchte ich in der Kinder- und Säuglingsabteilung arbeiten.
Meine Tante ist Krankenschwester. Ich habe sie oft besucht, auch im Krankenhaus bei ihrer Arbeit. Manchmal durfte ich ihr helfen, schon als Kind, z. B. beim Bettenmachen. Dabei habe ich festgestellt, dass Krankenschwester ein schöner Beruf ist, ich glaube, es ist der richtige Beruf für mich. Zuerst aber muss ich meinen Realschulabschluss machen, anschließend will ich dann zur Fachhochschule gehen.
Nadja:
Ich möchte zunächst auch die Realschule zu Ende bringen und dann das Abitur machen. Welche berufliche Richtung ich danach einschlage werde, weiß ich noch nicht genau. Ich schwanke noch zwischen Tierärztin und Polizistin. An dem Beruf Polizistin gefällt mir, dass man ständig in Kontakt mit Menschen ist. Kommunikation ist für mich ganz wichtig. Tierärztin wollte ich eigentlich schon lange werden, denn ich liebe Tiere und habe auch einen Hund und ein Kaninchen, früher hatte ich auch eine Katze. Anfang dieses Jahres habe ein Praktikum in einer Tierarztpraxis in Hattingen gemacht, es hat mir Spaß gemacht, aber das Reden mit Tieren kann man nicht mit wirklichen Gesprächen vergleichen. | |
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Kristina:
Ich habe mein Praktikum im Tierpark absolviert, leider fand ich es nicht so toll. Lieber hätte ich im Krankenhaus angefangen, aber in den Krankenhäusern, die in Frage kamen, nahmen sie nur Schüler und Schülerinnen als Praktikanten an, die 15 Jahre oder älter waren, und ich bin erst 14.
Allerdings hatte ich auch mal überlegt Tierärztin zu werden, weil ich genauso wie Nadja Tiere gern habe und auch Tiere bei mir zu Hause habe, und zwar zwei Kaninchen und eine Maus, außerdem zurzeit noch zwei Hamster von meiner Freundin, die bei mir in Pflege sind. Doch die Ausbildung zur Tierärztin ist schwer. Um einen Studienplatz in Tiermedizin zu bekommen, müsste ich ein Abi mit einem guten Notendurchschnitt machen, und das werde ich wohl nicht schaffen.
Nadja:
Ich habe zwar den Berufswunsch, Tierärztin zu werden, noch nicht abgehakt, aber momentan tendiere ich mehr zu dem Polizistinnenberuf. Als Polizistin ist man immer sportlich aktiv. Sport spielt für mich eine sehr wichtige Rolle, auch in meiner Freizeit. Ich bin im Tennisverein, früher habe ich auch Kampfsport gemacht, Karate und ein bisschen Judo.
Allerdings ist die Hauptsache für mich, dass ich als Polizistin für Leute da bin, wenn sie meine Hilfe brauchen. Auf Menschen einzugehen, sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, sich mit ihnen zu unterhalten, etwas über sie herausfinden, sich Gedanken darüber zu machen, was ihnen passiert ist, ihnen helfen zu können, so etwas mache ich gerne.
Ich habe auch sehr positive Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Wir mussten für die Schule einmal einen Bericht über die Polizeiwache in Linden schreiben. Da haben wir dann einen netten Polizisten kennen gelernt, er hat sich viel Zeit für uns genommen, hat uns viel erzählt und auch viel gezeigt. Ich fand das ungeheuer spannend, es hat meinen Berufswunsch noch bestärkt. Dann gab es noch eine andere Situation, in der ich die Hilfsbereitschaft der Polizei kennen gelernt habe. Meine Eltern und ich saßen in einem Café, als meiner Mutter die Handtasche mit ihrem Portemonnaie, in dem außer Geld noch ihr Ausweis und ihr Führerschein waren, gestohlen wurde. Auch da waren die Polizisten völlig nett und schafften es mit ihrer verständnisvollen Art uns erst einmal zu beruhigen.
Kristina:
Ich glaube, Nadja würde bestimmt eine gute Polizistin. Es hat schon seinen Grund, dass ich, von meinen Eltern mal abgesehen, als erstes Nadja frage, wenn ich einen Rat brauche.
Nadja:
Umgekehrt ist es genauso. Kristina ist für mich eine ganz wichtige Ratgeberin. Früher hatte ich meinen Onkel, dem ich alles erzählen konnte. Ich war fast jeden Tag bei ihm, er hatte immer für mich Zeit. Leider lebt er nicht mehr.
Kristina:
Bei mir war es mein Opa. Er wohnte in Oberhausen, ich war oft bei ihm, besonders in der Zeit, als beide Eltern von mir arbeiteten. Vor sechs Jahren ist er gestorben.
Nadja:
Menschen zu haben, die einem zuhören, sind für mich ganz wichtig. Ich möchte immer viele Freunde in meinem Leben haben.
Kristina:
Mir geht es auch so. Deswegen sind wir in unserer Freizeit fast immer mit unseren Freunden unterwegs.
Nadja:
Wir unterhalten uns und irgendwie fällt uns immer etwas ein.
Kristina:
Wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind, haben wir nie Langeweile. |
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