| | Dahlhauser Kulturfestival 2008 |
|
„Heimaten 2008“ heißt das Kulturfestival, das der Internationale Kulturverein Dahlhausen e. V. „Regenbogen“ im September und Oktober veranstaltet. Zu erwarten sind Highlights aus den Bereichen Musik, Kabarett und Literatur. Es treten auf: die Düsseldorfer Band Trovaci am 5. September, der deutschtürkische Schriftsteller Osman Engin am 12.September und der Kabarettist und „Quotenkanake“ Serdar Somuncu am 15. Oktober.
|
| |
|
Bestens gelaunte Trovaci im Matthias-Claudius-Haus
|
|
Von Annette Krus-Bonazza
Mit dem herbstlichen Kulturfestival „Heimaten 2008“ knüpft der Internationale Kulturverein Dahlhausen e. V. an die Tradition des Stadtteilladen Regenbogen an. In den 1980er und 1990er Jahren war er eine wichtige Adresse für einheimische und eingewanderte Dahlhauser und Dahlhauserinnen und zwischenzeitlich im Stadtteil gestrandete Flüchtlinge aus aller Herren Länder. Anno 1997 ging er mit der auch in Buchform publizierten Fotoausstellung „Heimaten (in) Dahlhausen a. d. Ruhr“ zum letzten Mal mit einem größeren Projekt an die Stadtteilöffentlichkeit.
Das Ladenlokal in der Eiberger Straße 1 wird zwar schon lange anderweitig genutzt, die Leute, die dort einst den Stadtteilladen betrieben, sind aber nach wie vor im Internationalen Kulturverein Dahlhausen e.V. organisiert und – z.B. durch die Straßenfeste in der Eiberger Straße – um ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen aller Nationalitäten, Hautfarben und Religionszugehörigkeiten in Dahlhausen und dem Rest der Welt bemüht.
Deshalb lädt der Verein in diesem Jahr mit freundlicher (räumlicher) Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlhausen und der IFAK (Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe –Migrationsarbeit) und finanzieller Hilfe des Bochumer Kulturbüros und der Bezirksvertretung Südwest zu einem kleinen internationalen Herbstfestival mit großen Künstlernamen ein:
| |
|
Osman Engin
|
|
Freitag, 5. September, um 20 Uhr im Matthias Claudius Haus, Keilstraße
Die Düsseldorfer Band Trovaci präsentiert Balkan-SKA und –Reggae in deutscher und serbo-kroatischer Sprache.
Eintritt: 12,-/6 EUR
Freitag, 12. September, um 20 Uhr im IFAK-Stadtteilzentrum, Ruhrort
Der durch Satirisch-Humoristisches bekannt gewordene deutschtürkische Schriftsteller Osman Engin stellt seinen ersten Kriminalroman mit dem Titel „Tote essen keinen Döner vor“.
Eintritt 6,-/4,-EUR
Engin, Jahrgang 1960, wurde in Izmir geboren und lebt seit seinem 12. Lebensjahr in Bremen. Seit 1983 schreibt und veröffentlicht der studierte Sozialpädagoge Kurzgeschichten über den deutsch-türkischen Alltag. 1985 erschien unter dem Titel „Deutschling“ sein erstes Buch, dem bis heute noch viele weitere Werke, darunter „Alles getürkt“ (1992), „Dütschlünd, Dütschlünd, übür üllüs“ (2000), das gerade verfilmte „Kanaken-Gandhi“ (2006) und jüngst „Tote essen keinen Döner“ folgten. Osman Engin hat darüber hinaus seit 2002 eine eigene Radiosendung im Funkhaus Europa, in der er unter dem Motto „Alltag im Osmanischen Reich“ seine Geschichten zum Besten gibt. | |
|
"Quotenkanake" Serdar Somuncu
|
|
Mittwoch, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Matthias Claudius Haus, Keilstraße
Der Schauspieler, Regisseur, Musiker, Kabarettist und „Quotenkanake“ Serdar Somuncu lässt sich beim „Bild lesen“ zuhören und -sehen.
Eintritt: 12,-/6 EUR
|
|
|
|
Druckversion |