DiDah Dialog in Dahlhausen
Bullet4 Startseite
Bullet4 Stadtteilzentrum
Bullet4 Losgehen. Ankommen.
Bullet4 Lebensgeschichten
Bullet4 Lebenspläne
Bullet4 Dahlhausen aktiv
Bullet4 Mein Traum
Bullet4 Schulen
Bullet4 Gesprächsthema
Bullet4 Lokale Kunst
Bullet4 Fotointerviews
Bullet4 Wichtige Dinge
Bullet4 Veranstaltungen
Bullet4 Rätsel

Optimale Berufsvorbereitung an der HKS
„Eine Hauptschule wie im Märchen“, so beschrieben Ibrahim Gündogan und Damir Avdic, Schülersprecher im letzten Schuljahr, die Heinrich-Kämpchen-Schule (HKS) in der DiDah-Druckausgabe. Kein Wunder, dass sich Lehrer und viele Schüler über dieses Lob freuten und den Artikel an das Schwarze Brett hängten. Doch sieht die jetzige Schülervertretung ihre Schule ähnlich vorbildhaft? Wolfgang Grubert fragte nach bei Yasemin Ercus und "Kimmi" Cathrine Macke, Schülersprecherinnen in der vierköpfigen Schülervertretung.
Die Schülersprecherinnen Yasemin Ercus (vorne) und Kimmi Macke (hinten)
Die Schülersprecherinnen Yasemin Ercus (vorne) und Kimmi Macke (hinten)

Yasemin und Kimmi, fühlt ihr euch wohl auf der Heinrich-Kämpchen-Schule?

Yasemin:
Ich bin jetzt im dritten Jahr Schülersprecherin und ich kann immer noch sagen, dass ich mit unserer Schule wirklich zufrieden bin.

Kimmi:
Mit fast allen Lehrern kommen wir gut aus. Sie machen auch einen guten Unterricht.

Yasemin:
Sie unterstützen uns, wo sie nur können. Zum Beispiel jetzt bei Bewerbungen oder bei den Vorbereitungen auf Einstellungstests. Auch von der Sozialarbeiterin bekommen wir Hilfe.

Kimmi:
Wir sind jetzt in der letzten Klasse, in der 10b, und uns werden viele Chancen geboten, dass uns der Start ins Berufsleben gelingt.

Yasemin:
Die Berufsvorbereitung ab der Klasse 9 ist hervorragend. In einem dreiwöchigen Orientierungspraktikum lernen wir jeweils eine Woche den sozialen, kaufmännischen und technischen Bereich kennen und erhalten so einen Einblick in verschiedene Berufssparten. Ich absolvierte mein Praktikum im „Ocean“, das ist eine Boutique in der Stadtmitte, im Frisörsalon Reuter in Linden und im St.-Josefs-Hospital in Linden.

Kimmi:
Ich war eine Woche in der Kurzzeitpflege im Augusta-Krankenhaus, dann in der Kanzlei von Rechtsanwalt Walter und zuletzt bei Foto Schultz. Jetzt in der Klasse 10 hatten wir zu Anfang noch mal ein 3-wöchiges Praktikum, da aber nur in einem Bereich. Ich war wieder in der Kurzzeitpflege im Augusta.

Yasemin:
Über die Praktika haben wir auch zu unserem Berufswunsch gefunden. Wir wollen beide Gesundheits- und Krankenpflegerin werden, so heißt die neue Bezeichnung für Krankenschwester. Deshalb haben wir auch vor, als Abschluss die Fachoberschulreife mit Qualifikation zu machen.

Kimmi:
Wir hatten sogar zufällig am gleichen Tag Einstellungstests im Bergmannsheil in Gelsenkirchen und in der Kinderklinik Gelsenkirchen-Buer.

Souverän leitet Yasemin Ercus (hinten Mitte) die Schülerratssitzung.
Souverän leitet Yasemin Ercus (hinten Mitte) die Schülerratssitzung.

Es scheint also wirklich zu stimmen: Während man ansonsten nicht so viel Positives von den Hauptschulen hört, herrschen an der Heinrich-Kämpchen-Schule in Bochum-Dahlhausen traumhafte Zustände?

Yasemin:
Nein, das nicht. Ich finde unsere Schule okay, was aber nicht heißt, dass bei uns alles vollkommen ist. Wir haben hier auch manchmal unsere Konflikte und Probleme.

Zum Beispiel?

Kimmi:
Wie wir schon sagten, halten wir unsere Lehrerinnen und Lehrer für sehr gut. Dennoch kommt es vor, dass wir mit einer bestimmten Lehrperson nicht zurechtkommen und dass sich über sie Beschwerden häufen. Da müssen wir von der Schülervertretung aktiv werden.

Yasemin:
Auch zwischen den Schülern gibt es schon mal Streit, der mitunter heftig werden kann. Heute Morgen z. B. waren zwei Schüler derart einander geraten, dass wir eingreifen mussten. Sie hatten dann ein Gespräch mit Frau Andrea Kriener, unserer Sozialpädagogin.
Ein anderes Problem, das sich immer wieder deutlich bemerkbar macht: Wir haben zu wenig Räume. So findet zum Beispiel die Nachmittagsbetreuung für Kinder aus den unteren Klassen, deren Eltern beide berufstätig sind, in dem alten Bibliotheksraum statt, in dem auch der Pausenverkauf abläuft. Möglichkeiten zum Spielen sind da kaum gegeben.

Kimmi:
Früher hatten wir einen Extraraum für die Nachmittagsbetreuung. Aber die Hauptschule musste einen Raum an das Gymnasium abgeben, der dort für einen Spanischkurs der Oberstufe gebraucht wurde.

Yasemin:
Wir sind eben nur eine Hauptschule.

Die aber zum Glück Schülersprecherinnen hat, die, wie mir scheint, genau wissen, was sie wollen und können. Welche Aufgaben werdet ihr als nächste anpacken?

Yasemin:
Wir treffen jetzt die organisatorischen Vorbereitungen für das Seminar „Gesundheit und Ernährung“.

Kimmi:
Außerdem veranstalten wir Sportwettkämpfe, an dem auch andere Hauptschulen teilnehmen. Am 20. Februar fand ein Badminton-Turnier aus, im April richten wir das Volleyballturnier aus und kurz vor den Sommerferien wird das Mädchenfußballturnier ausgetragen.

Findet ihr, dass eure Arbeit als Schülersprecherinnen anerkannt wird?

Yasemin:
Im letzten Jahr, in dem ich ja schon dabei war, haben die Schulinspektoren die gute Arbeit der Schülervertretung besonders hervorgehoben. Über so ein Lob von höchster Stelle sozusagen haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Zum Schluss eine Frage, die ich im letzten Schuljahr auch Ibrahim und Damir gestellt habe: Was würdet ihr Schülern raten, die Schülersprecher werden wollen?

Yasemin:
Sie müssen Ideen haben, Engagement mitbringen und reden können.

Kimmi:
Sie dürfen auf keinen Fall schüchtern sein.



 Druckversion Druckversion