Andere haben sich erst für einen Bereich entschieden, in dem sie gerne eine Ausbildung machen wollen. Während des Praktikums können sie jetzt in entsprechende Berufssparten reinschnuppern und erfahren, was eventuell später auf sie zukommen würde. Christian etwa weiß bisher nur, dass er sich einen handwerklichen Beruf suchen will, als Praktikant lernt er jetzt das Tischlergewerbe kennen.
Überhaupt keine Gedanken muss sich Sascha über seinen Berufsweg machen. Er wird von seinen Eltern das Geschäft, in dem Haushaltsgeräte und Serviceleistungen angeboten werden, übernehmen. Sein Praktikum macht er als Einzelhandelskaufmann bei Edeka.
Einhellig sind alle Schülerinnen und Schüler der Meinung, dass sie das Praktikum beruflich vorwärts bringt. Auch Christina, die erst vor einigen Tagen in die BuS-Klasse gewechselt ist und einen Praktikumsplatz bei Blumen Risse hat: „Für mich als Praktikantin bietet sich die einmalige Gelegenheit eine eventuelle Ausbildung kennen zu lernen. Gleichzeitig kann sich der Betrieb ein Bild von mir machen, kann die Fähigkeiten erkennen, die Stärken nutzen und bei Schwächen helfend eingreifen.“ In der Tat: Die Betriebe übernehmen gerne Schülerinnen und Schüler nach dem Praktikum in eine Ausbildung. Das zeigt auch die Bilanz der sechs Jahre, in denen das BuS-Projekt läuft: Zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bisher jedes Mal einen Ausbildungsplatz gefunden.
Am Ende ihres Besuches im Stadtteilzentrum beantworteten die Schülerinnen und Schüler die Frage:
„Was sollen meine Freunde in zehn Jahren über mich sagen?“
Im Folgenden einige der Antworten:
Christina:
„Wir sind stolz auf dich, weil du dich angestrengt hast und du das erreicht hast, was du wolltest.“
Michael:
„Wir wünschen, wir wären auch mal so wie du.“
Björn:
„Alle Achtung, der Junge hat`s zu was gebracht.“
Sascha:
„Der hat wirklich das geschafft, was er sich vorgenommen hat.“
Marco:
„In der Schule war er ja nicht besonders gut. Aber trotzdem ist aus ihm was geworden.“
Radion:
„Der Radion ist richtig selbstbewusst und selbstständig geworden.“
Leidy:
„Wir freuen uns mit dir, dass du so viel erreicht hast.“
Kevin:
„Heute wollen wir mal was ganz besonders Gutes essen. Wir gehen zum Kevin.“